Endometriose Zentrum

Endometriose Zentrum
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Endometriose Zentrum

Unsere Kompetenz in Endometriose

Wir gehören zu den führenden Fachärzten für Endometriose in Deutschland. Seit 1998 therapieren und operieren wir Endometriose-Patientinnen. Unsere Therapiekonzepte sind immer auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft.

Wir operieren nahezu jede Endometriose-Operation endoskopisch und führen jährlich über 400 solcher Operationen durch.

Feststellung und Therapie der Endometriose

Bei Ihrem ersten Termin erfragen wir Ihre Krankengeschichte, die Ausprägung Ihrer Beschwerden und machen uns ein Bild von eventuellen Voroperationen. Nach einer Untersuchung und einem Ultraschall können wir Ihnen meistens sagen, ob eine Endometriose-Erkrankung vorliegt. Ebenso können wir dabei schon gut unterscheiden, ob es sich um eine leichte peritoneale (auf das Bauchfell beschränkte) oder eine tief infiltrierende Endometriose (mit Befall von anderen Organen) handelt. In manchen Fällen ist eine Bauchspiegelung zur Diagnose nötig. Eine peritoneale Endometriose kann hormonell, zum Beispiel mit einer Pille im Langzyklus oder mit Homöopathie, Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) und Akupunktur behandelt werden. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen oder Sie sehr starke Beschwerden haben, ist es sinnvoll, die Endometriose-Herde durch eine endoskopische Operation zu entfernen. Dabei handelt es sich um kleine Eingriffe. Diese Operationen können ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Tief infiltrierende Endometriose

Die größte Herausforderung ist die Therapie der tief infiltrierenden Endometriose. Hierbei wächst die Endometriose in andere Organe wie Darm, Harnblase, Harnleiter, Bauchdecke nach Kaiserschnitt, Scheide, Leiste oder Nabel ein. Bei verschiedenen Voruntersuchungen wie Ultraschall, radiologische Untersuchungen wie MRT, Darm- und Blasenspiegelung wird zuerst das Ausmaß der Endometriose festgestellt und nach der ENZIAN-Klassifikation in Stadien eingeteilt. Danach wird die Operation mit unserem interdisziplinären Ärzteteam geplant.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit – für ihre schnelle Genesung

Dr. med. Robert Theiss hat im Jahre 2011 ein interdisziplinäres Ärzteteam in München aufgebaut. Hochqualifizierte Chirurgen anderer Fachrichtungen arbeiten bei der Planung und Durchführung der Operationen eng zusammen. Sie als Patientin stehen mit Ihrem speziellen Endometriose-Krankheitsbild im Mittelpunkt und werden individuell betreut.
Dank dieser Zusammenarbeit müssen Sie sich nur einer Operation unterziehen, nicht mehrerer wie in anderen Kliniken. Bei unseren Operationen wird der gynäkologische Teil von Dr. med. Robert Theiss, der Befall von Darm und Leiste von Dr. med. Michael Kramer und der Befall von Blase oder Harnleiter von Dr. med. Bernhard Liedl operiert. Das geballte Know-how mehrerer Experten steht für Ihren bestmöglichen Operationserfolg.

Unser Ärzteteam

Für die Planung und Durchführung dieser Operation ist Herr Dr. Robert Theiss in unserem Zentrum verantwortlich. Den chirurgischen Teil der Operationen übernimmt Herr Dr. med. Michael Kramer, Chefarzt der Viszera Bauchchirurgie München. Dr. med. Michael Kramer ist ein ausgewiesener Spezialist für endoskopische Operationen und hat bereits in seiner Zeit an der Universitätsklinik Tübingen endoskopische Darmresektionen für Endometriose-Patientinnen durchgeführt. Jährlichen führen wir ca. 25 Darmresektionen durch. Bei einem Befall von Blase oder den Harnleitern steht uns mit Herrn Dr. med. Bernhard Liedl, einer der erfahrensten operativ tätigen Urologen in Deutschland, zur Verfügung.

Operationen in der Herzogparkklinik

Unsere interdisziplinären Operationen führen wir in der Herzogparkklinik in München-Bogenhausen durch. Die Klinik ist mit modernster OP-Technik ausgestattet und verfügt über intensivmedizinische Überwachungsbetten. Die modern ausgestatteten Operationssäle machen es uns möglich, sämtliche Endometriose-Herde im Rahmen einer einzigen endoskopischen Operation auf höchstem medizinischem Niveau zu entfernen.

Unterstützende Behandlungsmethoden bei Endometriose

Um den Bauchraum zu entspannen, Schmerzen zu lindern, das Immunsystem zu stärken und das eigene Körpergefühl zu verbessern gibt es vielfältige Behandlungsmöglichkeiten neben der Schulmedizin. Hier finden Sie einige Angebote in München, die unterstützende Möglichkeiten bieten:

Weitere Informationen zu Endometriose

Bei der Endometriose finden sich Zellen, die der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnlich sind, außerhalb der Gebärmutter – meist an den Geschlechtsorganen im kleinen Becken. Wie das Endometrium reagieren auch diese Zellen auf den hormonellen Zyklus und verursachen zyklusabhängige Unterbauchschmerzen als Hauptsymptom.

Die Endometriose ist die häufigste gutartige gynäkologische Erkrankung in der geschlechtsreifen Phase. Jede zehnte Frau leidet zwischen der Pubertät und den Wechseljahren daran. Da die Beschwerden jedoch sehr unterschiedlich sein können und die Endometriose mit den üblichen Untersuchungen schwer nachzuweisen ist, wurde sie bisher nur unzureichend erforscht. Auch heute wird sie oft erst sehr spät (sieben bis zehn Jahre nach Auftreten der ersten Symptome) erkannt und adäquat behandelt.

Der Entstehungsmechanismus ist derzeit noch nicht genau geklärt. Während der Regelblutung gelangt ein Teil des Blutes über die Eileiter in den Bauchraum. In diesem Blut befinden sich lebende Schleimhautzellen, die auf dem Bauchfell anwachsen können und dann für eine immunologische Entzündungsreaktion zu bestimmten Phasen des Zyklus sorgen. Dies verursacht zum Teil stärkste Unterbauchschmerzen. Eine andere Theorie besagt, dass von der Gebärmutterschleimhaut Zellinseln in die Tiefe der Gebärmutterwand wachsen und dort zu Veränderungen des Muskels und zu Schmerzen führen.

Meist findet man die Endometriose oberflächlich auf dem Bauchfell hinter den Eierstöcken, am Enddarm (Rektum) und an der Blase. Diese Herde sind durch nichtinvasive Untersuchungen wie Tastuntersuchung, Ultraschall oder Röntgen nicht direkt nachweisbar. Nebeneffekte wie vermehrte Flüssigkeit im Bauchraum (Ascites) oder eine nach hinten gekippte Gebärmutter lassen auf Ihre Anwesenheit schließen. Sie verursachen die typischen Schmerzen und oft auch eine Sterilität. Durch die Entzündungsreaktion kommt es manchmal zu einer schlechten Eizellqualität und damit zu einer verminderten Schwangerschaftsrate.

Bei einer höhergradigen Endometriose kann es zu sehr schweren Verwachsungen im Unterbauch kommen. Manche Herde neigen zu einer starken Vernarbung und haben die Fähigkeit, in andere Organe wie die Eierstöcke, die Gebärmutter, den Darm oder die Blase einzuwachsen. Werden diese Herde, die in der Regel zu tasten oder gut im Ultraschall darstellbar sind, zu spät entdeckt und behandelt, sind aufwendige Operationen nötig und es kann im schlimmsten Fall zu einem Organverlust kommen. In sehr seltenen Fällen wurden Herde in der Haut, Narben oder in entfernten Organen wie der Lunge gefunden.

Das Leitsymptom ist der zyklusabhängige Schmerz, oft zu Beginn der Menstrualblutung, häufig aber auch schon (oder nur) einige Tage vor der Blutung. Manche Frauen beklagen auch nur Schmerzen in der Zeit des Eisprungs. Die Schmerzen sind diffus, zumeist im Unterbauch, können aber auch in den Rücken oder die Beine ausstrahlen. Manche Patientinnen leiden unter einer zyklusabhängigen Blasenreizung. Bei einem längeren Verlauf entsteht oft ein Dauerschmerz. Die Intensität der Schmerzen kann sehr stark variieren. Typisch sind auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Nicht selten ist eine schwere Endometriose allerdings auch schmerzfrei. Sie bleibt daher lange unbemerkt und kann zu einer Organschädigung oder Sterilität führen. Ist die Gebärmutter befallen, kommt es häufig zu deutlich verstärkten Periodenblutungen.

Bei starken zyklusabhängigen Schmerzen sollte zunächst eine gründliche Untersuchung durchgeführt werden. Neben einer Tastuntersuchung ist der Ultraschall die wichtigste Untersuchung, mit der eine tief infiltrierende Endometriose sicher nachgewiesen werden kann. Radiologische Untersuchungen wie das MRT liefern wichtige Zusatzinformationen.

Finden sich keine organischen Befunde und besteht kein Kinderwunsch, sollte zunächst ein Therapieversuch mit einer Pille im Langzyklus gemacht werden. Bei dieser Therapieform wird die Pille über drei Monate ohne Pause eingenommen. Dann wird eine Woche pausiert. Unter dieser Therapie sind viele Frauen beschwerdefrei da die Endometriose inaktiv ist. Alternative Heilmethoden wie Homöopathie, TCM oder Akupunktur können die bestehenden Schmerzen deutlich lindern.

Bei fortdauernden Schmerzen oder einem unerfülltem Kinderwunsch sollte die Endometriose durch eine Bauchspiegelung therapiert werden. Durch eine solche Operation können meist alle Herde und auch Verwachsungen entfernt werden. Dabei führen wir auch eine Kinderwunschdiagnostik durch. Nach der Operation sollte bei Kinderwunsch rasch eine Schwangerschaft angestrebt werden. Ohne Kinderwunsch wird nach der OP eine Pille im Langzyklus empfohlen. Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung und neigt zu Rezidiven. Nach den Wechseljahren verschwinden die Symptome jedoch vollkommen.

Praxiszeiten

  • Montag
    09:00 - 12:0014:00 - 16:00
  • Dienstag
    09:00 - 12:0014:00 - 19:00
  • Mittwoch
    09:00 - 12:0013.30 - 16:00
  • Donnerstag
    09:00 - 12:0014:00 - 18:00
  • Freitag
    09:00 - 12:00

Termin vereinbaren

Anschrift

  • Endoskopie und Endometriose-Zentrum München
  • Dr. Otto Kabdebo
  • Dr. Robert Theiss
  • Bodenseestraße 7
  • 81241 München
  • S-Bahn-Station: München Pasing
  • Parkplatzempfehlung: Pasing Arcaden
  • Anfahrt: Google Maps
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Dr. med. Robert Theiss

Dr. med. Robert Theiss

Dr. med. Theiss ist Leiter des Endoskopie- und Endometriosezentrums München. Er ist seit 1995 auf endoskopische Operationen spezialisiert. Seit 1999 ist ein bedeutender Schwerpunkt seiner Arbeit die Behandlung der Endometriose. Hier ist er seit 2011 Leiter des interdisziplinären Operationsteams für tiefinfiltrierende Endometriose.

Lebenslauf

  • Studium der Humanmedizin an dem Universitätsklinikum Tübingen 1986-1992
  • Staatsexamen und Approbation 1992
  • Promotion zum Dr. med. 1996
  • Ausbildung zum Frauenarzt an der Städtischen Frauenklinik Berg, Stuttgart 1993-1996
  • Städtisches Krankenhaus Wertheim 1996-1998
  • Oberarzt der Helfenstein Klinik Geislingen 1999-2000
  • Oberarzt der Frauenklinik München West 2000-2003
  • Niederlassung mit Dr. Kabdebo in Gemeinschaftspraxis 2003
  • Leiter des Endoskopie- Zentrum München seit 2003
  • Leiter des Endometriose- Zentrum München seit 2007
  • Leiter des interdisziplinären Operationsteams für tiefinfiltrierende Endometriose seit 2011
  • Seit 2011 Vorträge über Endometriose auf Kongressen, Fortbildungen und Qualitätszirkeln.
  • Leiter des Experten-Teams für Endometriose für tief infiltrierende Endometriose

Dr. med. Robert Theiss hat in München ein interdisziplinäres Ärzteteam aufgebaut. Hochqualifizierte Chirurgen anderer Fachrichtungen arbeiten bei der Planung und Durchführung der Operationen eng zusammen. Sie als Patientin stehen mit Ihrem speziellen Endometriose-Krankheitsbild im Mittelpunkt und werden individuell betreut. Dank dieser Zusammenarbeit müssen Sie sich nur einer Operation unterziehen, nicht mehrerer wie in anderen Kliniken. Das geballte Know-how mehrerer Experten steht für Ihren bestmöglichen Operationserfolg.